Hintergrund

Im Winter zu wenig Platz im Hallenbad

Im Winter gibt es zu den Hauptzeiten über Mittag oder am Abend eindeutig zu wenig Platz im Hallenbad. Viele Leute kommen schon gar nicht mehr oder weichen auf andere Hallenbäder aus (Frauenfeld, Schaffhausen, Wallisellen) mit der entsprechenden Ökobelastung. Die Vereine haben auch zu wenig Platz. Es gibt viele Breitensportler, die nach einem Kraulkurs gerne regelmässig schwimmen möchten. Aber es gibt nicht genügend Platz.

Traglufthalle als ideale Übergangslösung

Der Stadtrat untersucht die Möglichkeit, ein weiteres Hallenbad zu bauen. Man geht davon aus, dass es mindestens 10-15 Jahre dauert, bis das realisiert ist. Die geplante Traglufthalle kann diese Zeit ideal überbrücken. Die Traglufthalle gibt uns schnell mehr Platz für alle. Es ist vorgesehen, die Traglufthalle 50 Stunden in der Woche der Öffentlichkeit und 40 Stunden den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Das ist wirklich „Mehr Wasser für Alle“

Traglufthalle mit modernster Technik

Die vorgeschlagene innovative Traglufthallenlösung hat deutlich bessere Wärmedämmung und Schallisolation als frühere Lösungen. Mit den Fenstern und den geplanten Wasser- und Lufttemperaturen wird ein auch für gelegentliche Besucher optimales Badeerlebnis geboten.

Für 12% Mehrkosten kommt Winterthur  im Winter zu mehr als der doppelten Hallenbadfläche

Die vorgeschlagene Lösung hat ein unschlagbares Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die zusätzlichen Betriebskosten betragen etwa 12% der heutigen Hallenbadbetriebskosten. Die Infrastruktur und Betriebsorganisation des Hallenbades können genutzt werden. Damit erhält Winterthur ausserordentlich günstig praktisch ein zusätzliches Hallenbad.

Ökologisch vertretbar

Die Traglufthalle wird zum grössten Teil mit anders nicht nutzbarer Abwärme der KVA (Kehrichtverbrennung) geheizt. Die gesamte benötigte Energie für eine Saison ist sehr überschaubar und entspricht einem Interkontinentalflug Zürich-Bangkok retour. Der Nutzen für die Gesundheit und den Sport rechtfertigt dies bei weitem. Die KVA hat auch im Winter meist genug Wärme. Es muss nur ein kleiner Anteil mit Gas zugeheizt werden (ca. 10% der Zeit zusätzlich ca. 20% der Wärme -> 2% der benötigten Energie). Durch den Bezug der Fernwärme wird die Stromproduktion etwas reduziert. Wir finden, dass dies durch den Nutzen mehr als gerechtfertigt ist. Um auch den letzten Bedenken Rechnung zu tragen, wird die bezogene Wärme voll mit Biogas-Zertifikaten kompensiert.